Kinder mit genetischen Besonderheiten

Fortbildung für Eltern und Fachleute

 

Prof. Dr. med. Sabine Stengel-Rutkowski, Medizinische Genetik, Ludwig-Maximilians-Universität München, i.R.
Lore Anderlik, Montessori-Therapeutin, Montessori-Heilpädagogin AMI, Puchheim

Wird bei einem Kind aufgrund seines Erscheinungsbildes eine genetische Diagnose gestellt, die einen von der gewohnten Norm abweichenden Entwicklungsverlauf bedeutet, so erleiden die Eltern seelische Verletzungen und erfahren Verunsicherungen, die in der Vergangenheit wenig beachtet wurden. Defizit-orientierte Prognosen ersticken ihre Erwartungen und Hoffnungen auf die Zukunft. Während die Kinder die ganze Aufmerksamkeit der Fachleute absorbieren, bleiben die Eltern mit ihren Fragen und Nöten oftmals alleine.
Auch viele Fachleute fühlen sich nach der Diagnose einer Genveränderung bei einem von ihnen betreuten Kind verunsichert. Sie stellen Fragen an die Humangenetik, die von dieser Seite nicht ausreichend beantwortet werden: „Was soll ich erwarten?“ „Was kann ich fordern?“ „Wo beginnt Überforderung?“ „Was bedeutet Unterforderung?“ Nicht selten fühlen sich selbst erfahrene Fachleute durch die Erwartungen der Eltern unter Druck gesetzt oder sie stehen deren scheinbar undurchdringlicher Trauer hilflos gegenüber.
Die angebotenen Abendseminare und Wochenendworkshops zeigen die Fähigkeiten von Kindern mit Genveränderungen und widmen sich deren besonderen Erziehungsbedürfnissen. Es wird ein Weg gezeigt, der sich bewusst von Defekt-Denken und eugenischem Denken distanziert und den Kindern die optimale Nutzung ihrer Entwicklungspotentiale im normalen sozialen Umfeld ermöglicht. Durch die gemeinsame Beobachtung der Spielarbeit in „Vorbereiteter Umgebung“, also nach den Grundsätzen von Maria Montessori, lernen Eltern und Fachleute, die individuellen und syndromspezifischen Fähigkeiten und Bedürfnisse der ihnen anvertrauten Kinder wahrzunehmen. Passendes Angebot von Spielen und Entwicklungsmaterial, sowie klar durchschaubare Regeln geben dem Kind die besten Chancen in sein soziales Umfeld zu wachsen und seine volle Persönlichkeit zu entwickeln. Dies gibt Sicherheit, macht positivem Denken Platz und trägt zur Wiedergewinnung der normalen, intuitiven Elternkompetenz bei. Das gemeinsame Betrachten und Besprechen von Videosequenzen während der    Abendseminare und die Beobachtung von realen Spielsequenzen während der Wochenend-Workshops bietet Eltern und Fachleuten darüber hinaus eine Ebene, auf der Gespräche möglich sind, die in der Hektik des Alltags oftmals zu wenig Raum finden.

 

Jahresübersicht der Seminare und Workshops

 

Terminübersicht 2012
20.01. - 21.01.2012 Puchheim

Down-Syndrom Workshop

27.01. - 28.01.2012 Puchheim

Down-Syndrom Workshop
(Zweiter Termin wegen großer Nachfrage)

17.02.2012 Puchheim Humangenetische Grundlagen Workshop
03.03.2012 Puchheim Supervision Tagesseminar
16.03. - 17.03.2012 Puchheim Wahrnehmung und Körperimago Workshop
30.03. - 31.03.2012 Puchheim Motivation u. Entwicklung der Motorik Workshop
27.04. - 28.04.2012 Puchheim Pallister-Killian-Syndrom Workshop
04.05. - 05.05.2012 Puchheim Trauerarbeit Workshop
23.06. - 24.06.2012 Puchheim Mentale Störungen
04.08. - 05.08.2012 Puchheim Montessori-Therapie bei Sprachauffälligkeiten Workshop
23.11. - 24.11.2012 Puchheim Fragiles X-Syndrom Workshop
30.11. - 01.12.2012 Puchheim Übermittlung von Werten Workshop
   

 

     

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen

 

Lore Anderlik, Bürgermeister-Koch-Str. 25, 82178 Puchheim
Fax-Nr. 089 / 89 02 71 19,
e-mail: LAnderlik@aol.com
Mitglied im Berufsverband Montessori e.V.


 

 

Tipp des Monats:

Ich darf vorstellen: meine Enkelin Sarah.

Sie ist ein interessiertes, aufgeschlossenes Mädchen, das immer wieder durch Fragen zu neuen Ideen anregt.

 

 

 


 

Immer diese Reklame im Briefkasten!

 

Reklameschriften begegnen uns täglich und überall.

Der größte Teil davon landet im Altpapier - aber können wir damit auch die Langeweile unserer Kinder vertreiben?

Wie wäre es mit

Kugeln schnipsen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Von der Breitseite 10 je 3 - 4 cm breite Streifen abreißen,
daraus 10 Papierkugeln knüllen.

Dann beginnt das Schnipsen:

  • Der Rest des Reklameblattes wird als Ziel an ein Ende des Tisches gelegt,
  • man stellt sich an das andere Ende und versucht alle 10 Kugeln auf das Blatt zu schnipsen.
  • Sieger ist, wer die meisten Kugeln auf das Ziel bringt.

Wenn das Kind noch nicht schnipsen kann:
Einen Teller (eine Schüssel oder ähnliches) auf den Boden stellen und werfen.

 

Welche besondere Förderung ist in diesem Spiel versteckt?

  • Ein Blatt in Streifen reißen trainiert die Koordination von beiden Händen:
  • Abschätzen der Breite und Einhalten dieser Einheit für 10 Streifen schult das mathematische Erkennen und Bewußtwerden einer bestimmten Strecke.
  • Knüllen der Streifen ist feinmotorisches Training für die Finger und damit indirekte Vorbereitung zum Schreiben.
  • Zählen bis 10 baut Mengenverständnis auf und das Auszählen des Siegers festigt die Aufteilung der Zehn.
  • Mengenverständnis und Ordnungsstruktur festigen sich sogar beim Aufräumen - es müssen alle 10 Kugeln in den Müll und das restliche Blatt zum Altpapier geworfen werden, sonst ist das Spiel nicht beendet.

 

 
Wir wünschen viel Spaß bei diesem etwas ungewöhnlichem Mathe-Training!