Down-Syndrom (Trisomie 21)

Wochendenworkshop für Eltern und Fachleute

 

 

Bei einem von etwa 800 neugeborenen Kindern ist ein Down-Syndrom zu erwarten.Häufig kann man den Kindern die genetische Diagnose am Gesicht ablesen. Sie wird in einem Chromosomenlabor überprüft, wenn die Eltern es wünschen.

chromosom 21 „Ihr Kind hat drei Chromosomen 21“, erfahren die Eltern von den Fachleuten. „Ganz normal“, meinen die Kinder, die sich von Anfang an gemäß diesem Genprogramm entwickeln.


Sie treten damit ins Leben ein und haben - wie alle Kinder - den Anspruch und das Recht, so wie sie sind angenommen, ernst genommen und erzogen zu werden. Sie wollen ihre Fähigkeiten entfalten und ihr Leben gestalten. Dazu müssen sie lernen, die Welt zu verstehen, in die sie hinein geboren wurden. Als Kinder, Jugendliche und Erwachsene wollen sie ihren Beitrag zur sozialen Gemeinschaft leisten, in der sie leben, und dafür anerkannt werden.
Wir machen es den Kindern schwer, wenn wir ihre genetische Konstitution als einen Fehler, eine Krankheit oder Behinderung bezeichnen, die vielleicht sogar hätte verhindert werden können. Die meisten Eltern von Kindern mit Down-Syndrom wissen während der Schwangerschaft nicht, dass ihr Kind diese Genveränderung trägt. Andere Eltern wissen es, entschließen sich jedoch, die Schwangerschaft fortzusetzen. Sie haben das Recht, sich frei zu entscheiden.
Wenn die Kinder geboren sind, gehören sie zur sozialen Gemeinschaft. Sie sollen nicht mit Kindern verglichen werden, die keine Trisomie 21 haben, sondern an ihrer eigenen Norm gemessen werden. Die Aufmerksamkeit ihres sozialen Umfelds muss früh auf die Entwicklung ihrer geistigen Potenziale gelenkt werden.
Die Montessori-Therapie bietet einen ganzheitlichen Zugang zur Entschlüsselung dieser Potenziale. Sie unterstützt Eltern und Fachleute bei ihrer Erziehungsaufgabe. Der Workshop beginnt am Freitag mit einer Einführung in die theoretischen Grundlagen unseres neuen, Dialog-orientierten Arbeitskonzepts. Am Samstag wird mit den Kindern gespielt und gearbeitet. Dabei wird gezeigt, wie die Umwelt Kindern mit Down-Syndrom durch eine möglichst normale familiäre, vorschulische und schulische Erziehung, die ihre etwas andere körperliche Entwicklungsnorm berücksichtigt, heute und in Zukunft besser gerecht werden kann als bisher. Die Gene erlauben den Kindern eine wesentlich differenziertere geistige Entwicklung, als früher erwartet wurde. Wir müssen Umweltbarrieren beseitigen, die durch das verbreitete Defekt-Denken entstanden sind. Es werden Anregungen gegeben, wie die Fähigkeiten der Kinder im normalen sozialen Umfeld gefördert und ihre Erziehungsbedürfnisse befriedigt werden können und müssen, um eine geistige Behinderung zu verhindern.

 

Termin:

28.01. - 29.01.2011
Freitag 28.01.2011     17.00 – 20.00 Uhr
Samstag         29.01.2011        9.00 – 18.00 Uhr      

Ort: Puchheim bei München
Gebühr:

150,-- €

Leitung:

Prof.Dr.med.Sabine Stengel-Rutkowski, Humangenetikerin, LMU München
Lore Anderlik, Montessori-Pädagogin AMI, Montessori-Therapeutin, Puchheim

 

 

Anmeldung bitte nur schriftlich an:
Montessori-Praxis Lore Anderlik, Bürgermeister-Koch-Str. 25, 82178 Puchheim
Fax-Nr. 089 / 89 02 71 19 , E-Mail: LAnderlik@aol.com

 

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